"leer" klar

Gruppe für Cannabiskonsumenten


In der JVA Hannover haben 60% der Strafgefangenen eine verbleibende Vollzugsdauer von weniger als 6 Monaten. Die Inhaftierten der JVA Hannover weisen zu 70 - 80% eine Suchtproblematik auf. Hieran ist der Bedarf an Gruppenbehandlungsmaßnahmen auszurichten. Aus diesem Grunde sind kurzzeitige suchtspezifische Gruppenangebote zu unterbreiten.

Diese Gruppe ist gerichtet an langjährige Cannabiskonsumenten, deren Straffälligkeit zwar im Zusammenhang mit Cannabiskonsum steht, aber die seitens des Suchtberatungsdienstes sowie im Rahmen der Vollzugsplanung noch nicht als schwer abhängig eingeschätzt werden. Bei der vorliegenden Maßnahme geht es um Cannabisprävention. Es soll eine Auseinandersetzung des Umganges mit dem Suchtmittel stattfinden.

Erfahrungsgemäß laufen reine Abstinenzbotschaften und Wissensvermittlung ins Leere und stoßen auf eine Abwehrhaltung. Deshalb werden u. a. erlebnisorientiert Informationen und Erfahrungen über real existierende Risiken und Folgen von alltäglichem und exzessivem Cannabiskonsum nahe gebracht.

Ziel ist es, eine Distanz zu Cannabis zu erreichen, um die mit diesem Suchtmittel verbundenen Probleme zu vermeiden. Das setzt das Erkennen der Ursachen, die Erarbeitung von individuellen strafrechtlichen Risiken voraus. Angestrebt wird, der Verzicht von Cannabiskonsum, um einer Abhängigkeit und weiteren strafrechtlichen Verstößen vorzubeugen.

Es geht um die Erarbeitung von Standards für den Verzicht des Suchtmittels Cannabis. Die Gefangenen werden sensibilisiert, zwischen dem eigenen Cannabiskonsum und dem individuellen strafrechtlichen Risiko Zusammenhänge zu erkennen. Zielsetzung ist u. a. auch, sie aus ihrer motorische Passivität bzw. Lethargie durch Koordinations- und Kommunikationsübungen, wie schwebender Stab herauszuholen.

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